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Testament

Vorab eine wichtige Information: schreiben Sie keine Bestattungswünsche ins Testament! Das Testament wird meistens erst einige Zeit später geöffnet – dann ist oft schon die Bestattung erfolgt und Ihre Wünsche wurden nicht berücksichtigt!

Seit 2015 geht das Nachlassgericht (das am letzten Wohnsitz des Verstorbenen zuständige Notariat) nicht mehr automatisch auf die Hinterbliebenen zu, sondern es wird nur noch bei Bedarf oder auf Veranlassung durch die Beteiligten tätig.

Notariell beurkundete Testamente oder Erbverträge werden – ohne weiteres Zutun der Hinterbliebenen – evtl. übersandt und eröffnet. Die Beteiligten erhalten Abschriften der eröffneten Testamente/Erbverträge samt Eröffnungsniederschrift zur Kenntnisnahme.

Angehörige, die ein privatschriftliches Testament des/der Verstorbenen zu Hause haben, sind verpflichtet, dieses unverzüglich im Original beim Nachlassgericht einzureichen. Das Testament wird dort eröffnet und den Beteiligen Abschriften übersandt.

Das Nachlassgericht stellt auf Antrag einen Erbschein aus. Da die Ausstellung kostenpflichtig ist, sollten die Beteiligten vorab klären, ob sie einen Erbschein zum Nachweis ihres Erbrechts benötigen.

Befindet sich Grundeigentum im Nachlass und ist kein notarielles Testament/Erbvertrag vorhanden, braucht es einen Erbschein zur Grundbuchberichtigung.

Das Nachlassgericht nimmt auch Erbausschlagungen entgegen. Eine Ausschlagung ist grundsätzlich nur innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis vom Tod des Erblassers möglich. Bei Vorhandensein eines Testaments/Erbvertrags beginnt die Frist mit dem Datum der Eröffnung. Wird die Erbschaft nicht ausgeschlagen, gilt sie automatisch als angenommen.

Nähere Einzelheiten erhalten Sie auf Nachfrage beim Nachlassgericht.

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